August 13, 2014

Karsten Thormaehlen wurde für seinen Bildband „Mit hundert hat man noch Träume” zum Deutschen Fotobuchpreis 2012 nominiert. Das Titelporträt der 101-jährigen Erika E. (1910- 2014) fand bereits 2011 Eingang in die Ausstellung des Taylor Wessing Photographic Portrait Preises und wurde in der National Portrait Gallery in London ausgestellt. Die Präsentation des „Deutschen Fotobuchpreises 2012″ findet u. a. in den Goethe Instituten Bangkok und Seoul, in der Landesvertretung Baden-Württemberg, Brüssel, im Regierungspräsidium Karlsruhe, auf der PhotoArtBook Hamburg, der Frankfurter Buchmesse und in der Fachhochschule Dornbirn statt. Der Bildband ist mittlerweile vergriffen. Restexemplare sind über Antiquariate oder bei kt@karstenthormaehlen.com zu bestellen.

Weitere Infos…

 

 


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August 10, 2014

Erika E. (1910 – 2014), Berlin 2011 © Karsten Thormaehlen

Jeder zweite Mensch, der nach 2000 in der Schweiz geboren wurde, wird 100 Jahre alt. Für viele keine schöne Aussicht. Oder wußten Sie, dass Menschen mit 70 am glücklichsten sind?

beobachter.ch


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August 10, 2014

Der Werbefotograf Karsten Thormaehlen beschäftigt sich seit 2006 mit Menschen im hohen Alter. Mit seinen faszinierenden Porträts, Ausstellungen und Bildbänden ist er über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt geworden. Die preisgekrönte Porträt-Reihe “Jahrhundertmensch“ wurde und wird stetig erweitert und 2011 unter dem Titel “Mit hundert hat man noch Träume” neu aufgelegt. Mit dem Fotoprojekt “Silver Heroes” setzt der Fotograf Leistungssportler jenseits der 70 in Szene und wurde unter anderem für den Deutschen Alterspreis 2013 nominiert.Der Künstler macht mit seinen Werken die Würde, Lebensfreude und Leistungsfähigkeit des hohen Alters sichtbar und gibt uns im Interview Einblicke in seine Arbeit und seine persönlichen Bilder vom Alter.

Gisela Zeies-Moritz: Gibt es eine Fortsetzung Ihres vielfach ausgezeichneten Buch- und Ausstellungsprojekts „Jahrhundertmensch“?
Karsten Thormaehlen: Am 20. September eröffne ich mit dem Projekt Offene Kirche und der Stadt Jena zusammen, die Ausstellung „Mit hundert hat man noch Träume“ in der Stadtkirche St. Michael. Nach insgesamt über 30 Ausstellungen  haben wir zum ersten Mal in der Region per Annonce Hundertjährige, die sich fotografieren lassen möchten, gesucht. Die Beteiligung war enorm, und so wird dieses Mal fast die Hälfte der gezeigten Hundertjährigen aus Jena und der näheren Umgebung sein.

Die kürzlich veröffentlichte Zweite Heidelberger Hundertjährigen-Studie und die Heidelberger Hochbetagtenstudie beschreiben Herausforderungen und Stärken von Menschen im hohen Alter. Herr Thormaehlen, wie haben Sie die Lebenswelten Ihrer Models wahrgenommen?
Meine Erfahrungen decken sich zu einem großen Teil mit den Ergebnissen aus den Studien. Die wenigsten Hochaltrigen, sofern sie nicht unter schwerer Demenz oder anderen neurodegenerativen Krankheiten leiden, sehen sich irgendwo auf einem „Abstellgleis“ positioniert. Sie sehen sich eher als informierte und funktionierende Mitglieder unserer Gesellschaft, die sich mit dem Alltag und dem Zeitgeschehen auseinandersetzen und dies auch auf Basis ihrer Lebenserfahrung kommentieren. Das finde ich richtig – und auch notwendig.

Realistische und differenzierte Altersbilder tragen zum gegenseitigen Verständnis der Generationen und damit zum Zusammenhalt der Gesellschaft bei. Was wollen Sie mit Ihren Projekten erreichen?
Ich möchte zum Nachdenken anregen und unser aller Altersbild korrigieren. „Alter” wird ja immer noch als ein Zustand und nicht als Prozess beschrieben, der zwar unvermeidbar ist, den man aber möglichst weit Richtung Lebensende geschoben haben möchte. Warum soll das Leben einer 70-Jährigen schlechter sein als das einer 59-Jährigen oder eines 24-Jährigen? Nur weil man vielleicht eine Brille tragen muss und weniger gut hört. Da stimmt doch in unseren Wertmaßstäben etwas nicht. Die Welt der Alten ist meines Erachtens auch eine friedvollere, da der „Lebenskampf“ geschlagen ist und man wie ein guter „Coach” den Jüngeren helfen kann, ihr Leben zu meistern.

Im Rahmen des Projekts “Happy at 100″ haben Sie auch ältere Menschen in anderen Ländern besucht. Gleichen sich die Altersbilder in anderen Kulturen oder konnten Sie Unterschiede feststellen?
Nun, es gibt natürlich Unterschiede aber doch auch viele Gemeinsamkeiten. Zum Beispiel besetzen die Alten ganz bestimmte ihnen zugedachte, aber auch gewählte Rollen, in denen sie ihre Familien oder ihr Umfeld unterstützen. In ärmeren Regionen geschieht dies zum Beispiel durch Gartenarbeit, die das Budget für Ernährung entlastet („Selbstversorgertum”) oder auch z. B. durch Reparaturen an Unterkunft und Gerät, in reicheren Ländern durch Zurverfügungstellung über Jahrzehnte gewachsener Netzwerke, Wissen und oft auch Kapital.

In diesem Jahr hat ein Senioren-Fotokalender große Aufmerksamkeit der Medien erregt. Die 75 bis 98 Jahre alten Models schlüpften für einen Tag in die Rolle eines Filmstars und hatten viel Spaß während der Fotoshootings. Wie kann ein Fotograf erkennen, ob sein Projekt eine solche Erfolgsgeschichte wird?
Oh ja, ich kenne das Projekt! Der „Spaßfaktor“ spielt auch bei meinen Projekten eine große Rolle, auch wenn einige der Portraitierten ernst blicken. Mein Ansatz ist jedoch ein wenig anders: Ich lasse meine Modelle meist sie selbst sein und versuche nuanciert das Besondere, vielleicht ihre Persönlichkeit oder ihren Charakter an ihnen herauszuarbeiten. Da erschließt sich die Bildidee dann manchmal erst auf den zweiten Blick. Es geht dabei aber nie nur um die „Oberfläche“. Das positioniert mich vielleicht etwas näher an der Kunst als an der kommerziellen Fotografie. Das ist aber durchaus beabsichtigt und beantwortet auch den zweiten Teil der Frage: Der Berufsfotograf benötigt einen Auftraggeber, der ihm den zumindest finanziellen Erfolg garantiert. Der Künstler arbeitet meist aus eigener Motivation und mit eigenen Mitteln. Medialer Erfolg ist aber in beiden Fällen nicht garantiert. Da steckt manchmal Glück, aber immer sehr viel Arbeit dahinter. Das ist ein bisschen wie einen Top-Ten-Hit zu landen oder einen Bestseller zu verfassen. Doch ich glaube, die Vielfalt der Herangehensweisen an das Thema macht die Sache weiterhin interessant und es birgt noch viel kreatives Potenzial, auf das wir gespannt sein dürfen.

Sie haben ein neues Fotoprojekt “Alter und Schönheit” geplant. Bitte verraten Sie uns Näheres dazu und geben uns einen Vorgeschmack.
Isabell Allende fragte kürzlich in einem Interview, warum man uns Alten erzählt, wir seien hässlich?  Diese Frage ist vollkommen berechtigt. Wir brauchen eine neue „Ästhetik des Alterns“ wie es ein Heidelberger Altersforscher Prof. Dr. Hans-Werner Wahl in einem Interview beschrieb. Vor wenigen Wochen startete ich mit einem neuen Fotoprojekt, das sich dem Thema „Alter und Schönheit“ widmet. Unter dem Arbeitstitel ANMUT versuche ich zusammen mit der Autorin Constanze Kleis, die „Schönheitsgeheimnisse“ oder „-tipps“ von Frauen um die neunzig bildlich und textlich zu ergründen. Das besondere an unserer Strecke ist, dass wir die Damen in ihren eigenen Kleidern fotografiert und auch das Make-up und die Frisuren mit Ihnen vorher abgestimmt haben. Es war also kein Modeshooting sondern eine sehr persönliche Portrait-Session, in dem die Frauen ganz sie selbst sein konnten – und auch durften.

Das Interview führte Gisela Zeies-Moritz
Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben
Programm: Altersbilder

 

 


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August 9, 2014

Foto: Sybille B. (81) u. Fotograf Karsten Thormaehlen, Schloß Stetten © Moritz Reich

„Der Werbefotograf Karsten Thormaehlen beschäftigt sich seit 2006 mit Menschen im hohen Alter. Mit seinen faszinierenden Porträts, Ausstellungen und Bildbänden ist er über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt geworden. Die preisgekrönte Porträt-Reihe “Jahrhundertmensch“ wurde und wird stetig erweitert und 2011 unter dem Titel “Mit hundert hat man noch Träume” neu aufgelegt. Mit dem Fotoprojekt “Silver Heroes” setzt der Fotograf Leistungssportler jenseits der 70 in Szene und wurde unter anderem für den Deutschen Alterspreis 2013 nominiert. Der Künstler macht mit seinen Werken die Würde, Lebensfreude und Leistungsfähigkeit des hohen Alters sichtbar und gibt uns im Interview Einblicke in seine Arbeit und seine persönlichen Bilder vom Alter (…).” von Gisela Zeies-Moritz

Zum Interview


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July 17, 2014

Ausstellung „Jahr 100 Mensch” im Lebensspuren-Museum Wels, 2012 © Karsten Thormaehlen

Karsten Thormaehlen hatte sich längst einen Namen als gefragter Werbefotograf für große Marken gemacht, als er 2006 zu einem Thema fand, das ihn bis heute nicht mehr losgelassen hat. Seine Installationen “Jahrhundertmensch“ und „Mit hundert hat man noch Träume“ wurden bisher über 30 Mal in öffentlichen Einrichtungen, Hochschulen, Museen und Kunstgalerien in Deutschland, Österreich und der Schweiz gezeigt. Die preisgekrönte Porträt-Reihe wurde und wird kontinuierlich erweitert und 2011 mit dem Titel “Mit hundert hat man noch Träume” neu aufgelegt. Auch Thormaehlens dritte Installation “Silver Heroes”, in dem er Leistungssportler jenseits der 70 ästhetisch in Szene setzt, wurde unter anderem von der Robert Bosch Stiftung für den Deutschen Alterspreis nominiert. Höchste Zeit für ein Interview mit einem Künstler, der mit seinen faszinierenden Porträts die Würde, Lebensfreude und Leistungsfähigkeit des hohen Alters visuell erfahrbar macht (…)” von Christiane Schwager

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