January 26, 2015

Erwin Häuseler (*1909), Berlin 2011 © Karsten Thormaehlen

„Nie konnten in der Geschichte so viele Menschen so gut alt werden. In den letzten zwei Jahrhunderten haben die Menschen hierzulande 30 Jahre an Lebenserwartung gewonnen. Wird irgendwo das Wachstum der Lebens erwartung gefeiert? Im Gegenteil. In keinem Sorgenbarometer darf die Angst um die Bezahlbarkeit der Renten fehlen. Geballt ist von anderen Notstandsgebieten wie der Multimorbidität im Alter, von Demenz und Alzheimer die Rede (…)” Von Peter Gross

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January 25, 2015

Mullitover.cc (GB): Karsten Thormaehlen

Programm Altersbilder des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ): Das hohe Alter in der Fotografie

SWR Landesart: Karsten Thormaehlen und seine „Silver Heroes

ARD Mediathek: Karsten Thormaehlen und seine „Silver Heroes”

Deutschland Today: Mit hundert hat man noch Träume

Erfahrung ist Zukunft (4/02): Neue Bilder vom Alter

Kinfolk (USA, 1/2014): Happy at One Hundred

Nürnberger Nachrichten: Auch mit hundert hat man noch Träume

Prinz: Kunst in Nürnberg

L’Unità (I, 5/14): Facce scolpite dai cento anni

Mindful (CAN, 6/14): Still curious after all those years

Der Spiegel (14/2014). Das vierte Alter

vitanas.de: Schönheitsikone wird 104

Aufbruch und Wandel (17/07): Silver Heroes und Jahrhundertmenschen

Beobachter (CH, 8/08): Wir werden 100. Aber wie?

Jenapolis: Ausstellung mit Fotos von Hundertjährigen in Jena

Evangelischer Pressedienst: Porträts Hundertjähriger werben für Achtung vor dem Alter

Ostthüringer Zeitung (10/10): Unerwartet viele Besucher

Ostthüringer Zeitung (17/10): Blick in hundertjährige Augen

evangelisch.de: Mit hundert hat man noch Träume

Deutscher Olympischer Sportbund (4/11): „Aktiv in die Zukunft” – Ausstellung in Frankfurt eröffnet


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December 18, 2014

Photo: Erika E. (*1910), Berlin 2011 © Karsten Thormaehlen





November 27, 2014

„Mit hundert hat man noch Träume” heisst die neue Fotoausstellung im Hauptgebäude des SRH Wald-Klinikums Gera. Fotograf Karsten Thormaehlen hat Männer und Frauen porträtiert, die das 20. Jahrhundert mit zwei Weltkriegen, Zerstörung, Aufbau, Teilung und Wiedervereinigung erlebt und überlebt haben. Die Porträtierten sind 100 Jahre und älter. Neben den grossen Stelen sind auch zehn Fotografien von 100 bis 103-jährigen Thüringern zu sehen, die der Künstler hauptsächlich aus dem Jenaer Raum für die in den vergangenen Wochen in der Jenaer Stadtkirche Station machende Wanderausstellung porträtiert hat. Die Fotoserie, die zwischen 2006 und 2011 entstand, ist ein Hommage an das Alter, die mit grossem Respekt die Würde und die Schönheit des Alters sichtbar macht. Zu sehen ist die Schau bis zum 20. Januar 2015.





October 17, 2014

Wie kam die Kooperation zwischen Ihnen und Jena für dieses Projekt zustande?

Ralf Kleist von der evangelischen Kirchgemeinde Jena hatte mich bereits vor drei Jahren kontaktiert, um die Ausstellung nach Jena zu holen. Dieses Jahr hat es dann im Rahmen der Seniorentage und mit dem frisch renovierten Ausstellungsort der Jenaer Stadtkirche geklappt.

Was ist die Geschichte Ihrer Arbeiten ?

Die Idee entstand, als ich im Urlaub eine Lokalzeitung las, in der ein Artikel zum Geburtstag eines ansässigen Hundertjährigen stand. Das Foto dazu zeigte ihn zwar lächelnd, trotzdem empfand ich es als traurig und nicht dieser Lebensleistung für würdig. Als ich daraufhin meine Agentin kontaktierte, erzählte sie mir von ihrer 102-jährigen Großmutter in Berlin. Ich reiste zu ihr und bekam die Gelegenheit, diese alte Frau und einen weiteren hundertjährigen Herren zu fotografieren. Dann wurde eine Serie mit etwa 80 Menschen daraus. Mit den Mitteln der Werbefotografie, die ich gelernt hatte, versuche ich seither würdevolle Porträts zu machen.

Wie waren die ersten Reaktionen darauf?

Meine Arbeit fand zunächst nur Ablehnung in den Medien. Erst als ich beim hundertjährigen Jubiläum des Hotel Adlon in Berlin mit Barbara Hardinghaus vom Spiegelin Kontakt kam, ergab sich eine Zusammenarbeit. Im April 2008 konnte ich dann in Bregenz ausstellen.

Sie sagten oben, dass Sie die Mittel der Werbefotografie einsetzen, um Ihren künstlerischen Anspruch umzusetzen. Wie ist das vereinbar?

Natürlich sind die Unterschiede in der Werbefotografie und in der Kunstfotografie gravierend. Fotografiert man für die Werbung, hat man einen Kunden, der ein bestimmtes Ergebnis erwartet. In der Kunstfotografie ist es aber der Künstler, der bestimmt, wohin es gehen soll.

Haben Sie sich dennoch der Werbefotografie bedient?

Ich habe auf das Handwerkszeug der Werbefotografie zurückgegriffen, was das Szenesetzen, die Einheitlichkeit und die Optimierung der Fotografien angeht. Besonders spannend fand ich den Fakt, dass meine zwei Jahre alte Linse die hundertjährigen Augen eines Menschen abbildet. Wichtig ist auch, dass die Fotos in beinahe ungekünstelter Umgebung entstanden sind: in ihrem Zuhause und bei Tageslicht fotografiert.

Wie unterscheiden sich Ihre bisherigen Ausstellungen?

Die Fotos der ersten Serie waren noch mehr klassische Porträtfotos. Sie wirken im Vergleich zu den neueren Serien eher ernst, was auch an dem dunklen Hintergrund und den eher steifen Posen liegen kann. Die Fotos der Hundertjährigen aus Jena, die alle in den letzten zwei Monaten entstanden sind, strahlen Heiterkeit und Optimismus aus, der fast schon ansteckend ist!

Warum verwenden Sie Porträts? Was ist das Besondere an ihnen, was sagen sie uns?

Ich zeige Menschen. Und deren größtmögliche, darstellbare Identität findet sich nun mal in deren Gesichtern. Diese sind auch für den Betrachter am interessantesten, weil wir als menschliche Individuen auf Gesichtserkennung evolutionsbedingt trainiert sind.

In welcher Verbindung stehen Titel “Mit Hundert hat man noch Träume” und Werk?

Der Titel ist ein Wortspiel bezogen auf den alten Schlager “Mit 17 hat man noch Träume”. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung verwendete diesen Titel, um über das Phänomen 100 Lebensjahre zu schreiben. Dieser Artikel wurde mit meinen Jahrhundertmensch-Bildern 2009 publiziert. Der Titel gefiel mir gut. Solange wir Träume haben, sind wir lebendig, freuen uns auf den nächsten Tag, den wir als Geschenk und nicht als Last empfinden. Das hat weniger mit dem Alter zu tun als mit innerer Einstellung zum Leben.

Das Interview mit Karsten Thormaehlen führte Oliver Wurzbacher, OTZ

 


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